WIRTSCHAFTSJUNIOREN WERRA MEIßNER e.V.

Rückblick: Gründerforum der Universität Witzenhausen – Trends in den ökologischen Agrarwissenschaften

Organisiert von der Inkubator Gründungsberatung der Universität Kassel fand im Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften in Witzenhausen eine Gründermesse statt mit dem Ziel, erworbenes Wissen direkt in wirtschaftliche Aktivitäten zu transferieren. Dazu wurden neben grundsätzlichen Vorträgen auch Existenzgründungen begleitende Institutionen eingeladen, um Gründungswillige fachlich zu beraten.

Zu der Veranstaltung in Witzenhausen wurden die Wirtschaftsjunioren erstmalig eingeladen. Mit drei Teilnehmern aus dem Kreis – die durch das einheitliche Auftreten in den bewährten Windjacken deutlich wahrnehmbar waren – und dem im Landesvorstand für den Bereich Existenzgündung und -sicherung zuständigen Dr. Joachim Reiff waren wir sehr gut vertreten. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Oliver Hensel hielt Bürgermeisterin Angela Fischer eine Einführungsrede, in der sie das besonders gute Gründungsklima in Witzenhausen herausstellte. Ein Beweis dafür ist, nach ihrer Aussage, die räumliche Vollauslastung des geschaffenen Gründerzentrums. Die Erweiterung dieses Zentrums ist in Planung.

Fachvorträge der Professoren

Im Anschluss an die Grußworte der Bürgermeisterin ergriff wiederum Professor Hensel das Wort. In seinem inspirierenden Vortrag stellte er bedeutende Ausgründungen aus dem Fachbereich vor. Dabei wurde deutlich, wie groß das Spektrum der ökoligischen Agrarwissenschaften ist und in welch unterschiedlichen Bereichen erfolgreiche Gründungen entstanden. Um nur einige Beispiele zu nennen:

  • Bauerngarten: Ziel der Gründung ist die Schaffung eines bundesweiten Franchisesystems mit dem Geschäftszweck, stadtnah ökologisch vorbereitete Gemüseparzellen an Hobbygärtner zu vermieten. Die Gesellschaft ist mit dieser Idee bereits an drei Standorten im Raum Berlin vertreten.
  • Akustisches Bienenschwarm-Kontrollsystem: Der sperrige Titel enthüllt bereits den Inhalt der Idee. Um Imkern die Arbeit zu erleichtern, entwickelt das Gründungsteam ein elektronisch gestütztes System zur Kontrolle und Überwachung der Schwarmaktivität von Bienenvölkern.
  • steigbild.de: Dieses Unternehmen, welches im Gründungszentrum der Uni ansässig ist, bietet die Qualitätssicherung biologischer Lebensmittel durch innovative bildschaffende Methoden an und ist damit bereits erfolgreich am Markt
  • ABC – Abwärme Biogas Conception: Um die Nutzung regenerativer Energien, speziell in Biogasanlagen, effizienter zu machen, bietet dieses Unternehmen eine individuelle Konzeption zur Abwärmeverwertung sowie der integration weiterer Anlagen der regenerativen Energien an.

All diese unterschiedlichen Unternehmen sind aus der Uni Witzenhausen hervorgegangen, die meisten sind zudem in Witzenhausen ansässig. Dadurch werden die Eingangsworte der Bürgermeisterin Frau Fischer anschaulich bestätigt, dass ein investitions- und insbesondere ein gründungsfreundliches Klima in der Universitätsstadt herrscht.

Prof. Dr. Jürgen Heß umriss in seinem Grundsatzreferat das Thema: Wertewandel von der ökonomisch ausgerichteten Landwirtschaft zur ökologisch verantwortlich handelnden Landwirtschaft. Größten Wert legte er dabei auf die Feststellung, dass Lebensräume und Lebensträume einander bedingen, fördern und gleichermaßen Beachtung verdienen. Auch Professor Heß ging auf die aktive und erfolgreiche Gründungstätigkeit der Absolventen der Uni ein und stellte weitere erfolgreiche Beispiele, insbesondere aus seinem Fachgebiet, vor.

Vorträge der GLS-Bank und der Regionalwert AG

Frau Cornelia Roeckl von der GLS-Bank informierte in ihrem Referat über die speziellen Finanzierungsprogramme der Bundesregierung und ihres Hauses und verwies dabei auch auf die in Deutschland sich neu etablierenden Einrichtungen der Mikrofinanzierungen.

An dem Praxisbeispiel der Regionalwert AG, einer Bürgeraktiengesellschaft, zeigte Herr Christian Hiß, wie es möglich ist, die im landwirtschaftlichen Produktions- und Verteilungsprozess höchst unterschiedlichen Deckungsbeiträge der einzelnen Wertschöpfungsstufen durch eine solche Gesellschaft übergreifend gerecht zu verteilen.

Außerdem wird durch die Bürgerbeteiligung ein direkter Bezug vom Verbraucher zu dem Herstellungs- und Verteilungsprozess hergestellt. Somit erhalten die „Aktionäre“ wieder einen Bezug zu ihrer persönlichen Lebensmittelversorgung.

Gründermesse

An diese hochinteressanten Vorträge schloss sich die Präsentation der vertretenen Institutionen in Form einer Messe an. Am Stand der Wirtschaftsjunioren informierten sich viele Studenten über die Rahmenbedingungen einer Existenzgründung, über Finanzierungsmöglichkeiten und den Mehrwert des Netzwerkes der WJ. Insgesamt war unsere Präsenz sehr erfolgreich, denn wir konnten auch die Initiatoren der Gründermesse über unsere Funktion im Wirtschaftsleben informieren. Somit konnten wir also einer rundum gelungenen Veranstaltung beiwohnen.



Die nächsten Termine

  • Zur Zeit sind keine Termine geplant.

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