WIRTSCHAFTSJUNIOREN WERRA MEIßNER e.V.

Stimmen zur Besichtigung und Kennenlernen des Firmenstandortes H.O. Persiehl GmbH & Co KG in Wanfried

IMG_5057 (FILEminimizer) Alexander meint: Der Besuch bei H.O. Persiehl war hochinteressant. Es zeigt sich mal wieder, dass der Werra-Meißner-Kreis Zukunft hat (Stichwort Ausbildung (nicht in Hamburg) und Entwicklungsabteilung in Wanfried!).

Constance schreibt: Die Besichtigung war echt interessant und führt wichtige Stationen der Unternehmensgeschichte auf: Persiehl wanderte von Frankreich nach Deutschland aus. Der Gründer begann mit 2 Druckmaschinen. Der Sohn fing dann an mit 17 Angestellten und baute das Imperium auf.

Nach dem Ersten Weltkrieg druckte und unterschrieb H.O. Persiehl das Inflationsgeld. Dabei waren Scheine im Nennwert von bis zu einer Milliarde Mark. Heute gehören der Otto Versand, Tchibo, Storck Schokoladen, Reemtsma, Universal Music und der Axel Springer Verlag zu den bekanntesten Kunden des Unternehmens. Mit 150 Jahren ist H.O. Persiehl eine der ältesten bestehenden Druckereien Deutschlands. Das Familienunternehmen wurde 1849 in Hamburg von Hermann Otto Persiehl gegründet. Zu den ersten Aufträgen gehörte die Vervielfältigung des illustrierten Volksblattes „Der Nachbar“. Verträge mit den Reedereien Hapag und Hamburg-Südamerikanische- Dampfschifffahrtsgesellschaft (Hamburg-Süd) kamen später hinzu.
IMG_5039 (FILEminimizer) Nachdem das Stammhaus am Steckelhörn nahe der St.-Katharinen-Kirche im Zweiten Weltkrieg ausgebombt worden war, bürgten die Mitarbeiter von H.O. Persiehl mit ihren Löhnen für den Einkauf von Papier und Farben. Nach der Währungsreform 1949 ging es mit dem Betrieb aufwärts, als der damals gegründete Otto Versand gewonnen werden konnte.
Seit 1966 führt Gunter Persiehl in fünfter Generation das Unternehmen, dessen Sitz er 1984 nach Norderstedt verlegte. Zwei Jahre später gab es hier jedoch einen herben Rückschlag. Zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen hatte ein Brandstifter die Druckerei heimgesucht. Der Gesamtschaden betrug mehr als 1,25 Millionen Mark.
In den Räumen waren teilweise Decken eingestürzt, überall standen verkohlte Stühle, Schreibtische und angeschmorte Telefone. Außerdem war alles mit einem schmierigen Film von verbranntem Kunststoff überzogen. Und wieder engagierten sich die Mitarbeiter, in dem sie sofort mit den Aufräumarbeiten begannen.
Gunter Persiehl dankte damals nicht nur den Beschäftigten für ihren Einsatz, sondern auch der Feuerwehr: „Hätten die Flammen auf das Dach des angrenzenden Produktionsgebäudes übergegriffen, wäre der ganze Fertigungsbereich abgebrannt.“ Das hätte das Aus für den Persiehl-Standort mit damals 180 Arbeitsplätzen bedeutet, weil der Wiederaufbau zu lange gedauert hätte und in der Zwischenzeit zu viele Kunden verloren gegangen wären.
Inzwischen beschäftigt die Druckerei, die mit Junior Philipp Persiehl bereits in die sechste Generation geht, insgesamt 380 Mitarbeiter und setzt 60 Millionen Mark im Jahr um. 130 Mitarbeiter finden allein in Wanfried Beschäftigung.
Christoph von Nietzsch kommt an sich aus der Autobranche. Doch seit er 2013 bei Persiehl einstieg, hat er sich von den Papieren, Formen und Farben begeistern, ja regelrecht infizieren lassen. Diese Begeisterung für seinen Beruf kam eindeutig rüber, sehr sympathisch.

IMG_5060 (FILEminimizer) Für Hagen war es klasse zu sehen, wie diese Riesen-Investition in Hallen und Maschinen, die noch zu Zeiten von Wolf-Arthur Kalden erfolgte und vom Vermessungsbüro Wehrmann begleitet wurde, zu einem nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg führt. Das ist schon wieder 7 Jahre her…
Die kleinen Hinweise vom äußerst druck-kundigen Mitjunior Oli waren auch sehr wertvoll, um der Führung angesichts der Geräuschkulisse und der erfreulich großen Teilnehmerzahl folgen zu können.



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